
Autor
Hannah Hartmann

Reviewer
Bernd Apfelbacher
Du fühlst dich schlapp, unkonzentriert oder bekommst am Nachmittag plötzlich Kopfschmerzen – und greifst gedankenverloren zum Kaffee oder Snack. Dabei liegt die Lösung oft viel näher: ein Glas Wasser. Viele unterschätzen, wie groß der Einfluss unserer täglichen Trinkmenge auf Energie, Konzentration und Wohlbefinden ist. Dabei ist Wasser keine Nebensache – es ist der Stoff, der deinen Körper überhaupt erst „zum Laufen“ bringt. Und doch trinken viele von uns zu wenig. Nicht aus bösem Willen, sondern weil es im stressigen Alltag einfach untergeht. Dabei zeigen Studien: Schon ein leichter Wassermangel kann deinen Kreislauf, deine Stimmung und sogar deine Denkleistung beeinträchtigen. Wie viel Wasser du wirklich brauchst, woran du erkennst, dass es zu wenig ist – und wie du ab heute mühelos genug trinkst –, erfährst du in diesem Artikel. Jetzt weiterlesen und deinem Körper das geben, was er wirklich braucht.
Stell dir vor, du wachst morgens mit trockenem Mund und leichtem Kopfweh auf. Dein Körper sendet dir Signale: Hast du gestern genug getrunken? Wasser ist nicht nur ein einfacher Durstlöscher, sondern der Treibstoff des Lebens. Unser Körper besteht zu etwa 50 - 60 % aus Wasser, bei Kindern sogar noch mehr. Fast jeder Vorgang im Körper hängt davon ab - vom Transport der Nährstoffe über die Verdauung bis zur Regulierung der Körpertemperatur. Ohne regelmäßige Flüssigkeitszufuhr gerät dieses sensible System aus dem Gleichgewicht. Bereits ein geringer Wassermangel kann unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. In diesem Ratgeber erfährst du, wie viel Wasser du täglich trinken solltest, warum es so wichtig ist und wie du es schaffst, deinen Flüssigkeitsbedarf zu decken.
Das Wichtigste in Kürze:
Wasser ist der Hauptbestandteil unseres Körpers und in nahezu jeder Körperzelle vorhanden. Es dient als Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe, befördert Sauerstoff in die Zellen und spült Abfallstoffe über die Nieren aus dem Körper. Ohne ausreichend Flüssigkeit könnten viele Organe nicht richtig arbeiten. So reguliert Wasser z. B. die Körpertemperatur, indem du schwitzt und dadurch Abkühlung erfährst. Auch dein Gehirn braucht genügend Flüssigkeit: Wer genug trinkt, kann sich besser konzentrieren und denkt klarer. Kein Wunder, dass man nur wenige Tage ohne Wasser überleben würde - viel kürzer als ohne Nahrung.
Bereits ein geringer Flüssigkeitsmangel macht sich bemerkbar. Dein Blut wird dickflüssiger, das Herz muss stärker pumpen, um alle Organe zu versorgen. Schon 1 - 2 % weniger Wasser im Körper können zu Durst, Schwindel, Konzentrationsproblemen und Leistungseinbußen führen. Viele kennen das: Kopfschmerzen oder Müdigkeit am Nachmittag sind häufig einfache Durstsignale. Indem du rechtzeitig trinkst, kannst du solchen Symptomen entgegenwirken und deinen Kreislauf stabil halten.
Auch die Verdauung und Nierengesundheit profitieren von ausreichend Wasser. Die Nieren filtern das Blut und scheiden Abfallstoffe mit dem Urin aus - dafür brauchen sie Flüssigkeit. Trinkst du zu wenig, kann die Nierenfunktion abnehmen, und es steigt langfristig das Risiko für Nierensteine oder Harnwegsinfekte. Genug zu trinken spült die Harnwege durch und beugt solchen Problemen vor.
Kurzum: Wassertrinken hält deinen Körper am Laufen. Es sichert vom Gehirn bis zu den Zehen alle Funktionen ab. Umso wichtiger ist es, täglich auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten, besonders, da unser Körper ständig Wasser verliert.
Die oft gehörte Faustregel lautet: etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag trinken.
Tatsächlich empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mindestens rund 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag für einen gesunden Erwachsenen. Dieser Wert bezieht sich auf Getränke. Zusätzlich nehmen wir über die Nahrung im Schnitt fast noch einmal so viel Flüssigkeit auf. Durch Obst, Gemüse und andere Lebensmittel kommen täglich etwa weitere 0,8 - 1 Liter Wasser in den Körper. Zudem entstehen im Stoffwechsel noch ca. 0,3 Liter sogenanntes Oxidationswasser. Insgesamt benötigt unser Körper also ungefähr 2,5 Liter Wasser pro Tag, um alle Verluste auszugleichen.
Diese 1,5 Liter pro Tag sind jedoch ein Richtwert, kein in Stein gemeißeltes Gesetz. Dein individueller Flüssigkeitsbedarf kann davon abweichen, je nach Körpergröße, Aktivität, Ernährung und Umgebung. Größere oder muskulösere Menschen haben oft einen höheren Wasserbedarf, da sie meist auch einen höheren Grundumsatz und mehr Flüssigkeitsverlust über die Haut haben.
Je mehr Körpermasse und Oberfläche, desto mehr Flüssigkeit wird verbraucht. Häufig wird als grobe Faustformel etwa 30 - 40 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Das wären für jemanden mit 70 kg ungefähr 2,1 - 2,8 Liter Flüssigkeit pro Tag.
Wie du siehst, liegt die optimale Trinkmenge also irgendwo zwischen dem Mindestbedarf von ~1,5 Litern und dem, was dein eigener Körper anfordert.
Verschiedene Faktoren beeinflussen, wie viel Wasser du benötigst. Hier die wichtigsten im Überblick:
An heißen Tagen verlierst du durchs Schwitzen deutlich mehr Wasser. Bereits um deine Körpertemperatur zu halten, produziert der Körper Schweiß, der an der Haut verdunstet und kühlt. Bei extremer Hitze kann sich der Tagesbedarf verdoppeln oder verdreifachen. Die DGE weist darauf hin, dass bei hohen Temperaturen (oder auch sehr trockener Luft) ein erhöhter Wasserbedarf besteht. Trinke bei Hitze mehr und regelmäßig, auch wenn du weniger Durst verspürst - warte nicht, bis der Durst stark wird.
Bei Sport oder harter körperlicher Arbeit steigt der Wasserverbrauch rapide. Pro Stunde intensiven Trainings kann man zusätzlich 0,5 bis 1 Liter Flüssigkeit verlieren, je nach Intensität und Umgebungstemperatur. Dies muss ersetzt werden. Gerade Ausdauersportler sollten während langer Einheiten trinken. Faustregel: Etwa 1 Liter extra pro verlorenes Kilogramm Körpergewicht nach dem Sport, da 1 kg Gewichtsverlust durch Schwitzen ungefähr 1 Liter Wasser entspricht. Achte darauf, über längere Belastungen verteilt zu trinken (z. B. alle 15 - 20 Minuten ein paar große Schlucke), statt erst am Ende auf einmal.
Deine Ernährungsgewohnheiten spielen ebenfalls hinein. Eine eiweißreiche Kost oder sehr salzige Lebensmittel erhöhen den Flüssigkeitsbedarf, weil bei der Verstoffwechslung mehr Wasser gebraucht wird, um überschüssige Salze und Proteinabbauprodukte auszuscheiden. Ebenso kann der Körper bei einer hohen Ballaststoffzufuhr etwas mehr Wasser benötigen, damit der Darm gut arbeiten kann. Umgekehrt liefert die Nahrung auch Flüssigkeit: Wenn du viel Obst, Gemüse, Suppen oder generell wasserreiche Speisen isst, steuert das zur Gesamtversorgung bei und du musst etwas weniger trinken, um deinen Bedarf zu decken.
Bestimmte Krankheiten oder Umstände können deinen Wasserhaushalt beeinflussen. Fieber, Erbrechen und Durchfall führen zu erhöhten Verlusten - hier musst du unbedingt mehr trinken, um die Verluste auszugleichen. Auch wer stark schwitzt (z. B. bei einer Infektion mit Fieber oder in der Sauna) braucht mehr Flüssigkeit. Schwangere und Stillende haben ebenfalls einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, da sie auch ihr Kind mitversorgen - die DGE empfiehlt Stillenden z. B. rund 2,7 Liter Getränke täglich. Andererseits gibt es auch Erkrankungen (etwa Niereninsuffizienz, Herzschwäche oder bestimmte hormonelle Störungen), bei denen man nicht zu viel trinken darf. In solchen Fällen sollte die Trinkmenge mit dem Arzt abgesprochen werden.
Junge Erwachsene (20 - 40 Jahre) haben Studien zufolge den höchsten Wasserumsatz - also sie benötigen relativ am meisten Wasser, vermutlich durch höheres Aktivitätsniveau und Stoffwechsel. Ältere Menschen hingegen haben oft ein reduziertes Durstempfinden. Ihr Körper meldet nicht mehr so zuverlässig, wann er Flüssigkeit braucht. Daher trinken Senioren leicht zu wenig, obwohl der Grundbedarf (ca. 1,5 Liter) weiterhin gilt. Ähnlich müssen auch Kinder ans regelmäßige Trinken erinnert werden, da sie schnell dehydrieren können und im Spiel Durstsignale übergehen.
Merke: Dein Körper ist ein gutes Messinstrument - achte auf Durst, Urinfarbe und Wohlbefinden. Wenn du dich schlapp fühlst oder der Urin dunkelgelb ist, solltest du mehr trinken. Im nächsten Abschnitt schauen wir auf die Warnsignale und Folgen von Flüssigkeitsmangel.
Trinkst du über längere Zeit deutlich weniger als dein Körper braucht, gerät der Wasserhaushalt ins Defizit. Dehydration - also Flüssigkeitsmangel - macht sich zunächst mit unspezifischen Symptomen bemerkbar. Die ersten Warnzeichen können Durst, trockene Lippen und Mundtrockenheit sein. Viele bemerken auch Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder leichte Kopfschmerzen im Alltag, wenn sie zu wenig getrunken haben. Diese Beschwerden entstehen, weil dem Gehirn und den Muskeln Wasser fehlt; auch das Blutvolumen sinkt etwas, wodurch die Versorgung der Organe suboptimal wird.
Weitere typische Symptome eines Flüssigkeitsmangels sind Schwindelgefühle, ein schwacher Kreislauf (zum Beispiel beim schnellen Aufstehen), und Verstopfung durch trockeneren Stuhl. Der Urin wird dunkelgelb und riecht stärker, weil die Nieren Wasser einsparen und der Harn konzentrierter wird.
Spätestens dann solltest du schnell etwas trinken. Die gute Nachricht: Wenn du das Trinken nachholst, sind leichte Dehydrationssymptome meist schnell reversibel - oft verschwinden Kopfschmerzen & Co. innerhalb kurzer Zeit wieder.
Wichtig: Trinken “auf Vorrat” funktioniert nicht. Dein Körper kann überschüssiges Wasser nicht lange speichern. Deshalb bringt es nichts, einmal am Tag riesige Mengen zu trinken und dann stundenlang nichts - regelmäßige Zufuhr ist entscheidend. Idealerweise trinkst du über den Tag verteilt etwa alle 1 - 2 Stunden ein Glas Wasser. So bleibt die Flüssigkeitsbilanz konstant und Kreislauf sowie Gehirn werden gleichmäßig versorgt. Insbesondere an heißen Tagen oder bei langer körperlicher Aktivität ist diese Trinkmenge wichtig, um Leistungsabfall, Schwindel oder sogar einen Hitzschlag zu verhindern.
Bei chronischem Trinkmangel kann es neben den akuten Beschwerden auch zu ernsteren Folgen kommen. Die Nieren produzieren dann über längere Zeit zu konzentrierten Urin, was die Bildung von Nierensteinen begünstigt. Außerdem wird weniger Blut filtriert, was die Nieren belasten kann. Trockene Schleimhäute durch Flüssigkeitsmangel erhöhen das Risiko für Harnwegsinfekte, weil Bakterien sich leichter festsetzen. Gerade älteren Menschen kann längerfristig zu geringes Trinken zusetzen: Ihr Risiko für Verwirrtheit und Kreislaufprobleme steigt. In extremen Fällen - etwa bei Krankheiten mit starkem Flüssigkeitsverlust - kann eine schwere Dehydration sogar zu Krampfanfällen, Nierenversagen oder einem Schock führen. Das ist allerdings ein medizinischer Notfall und tritt im Alltag gesunder Menschen selten auf.
Fazit: Höre auf die Signale deines Körpers. Durst, dunkelgelber Urin, trockener Mund oder Kopfschmerzen sind Hinweise, dass es Zeit für ein großes Glas Wasser ist. Am besten lässt du es gar nicht so weit kommen und trinkst präventiv regelmäßig. So bleibst du leistungsfähig und fühlst dich wach und fit.
Nach all den Empfehlungen viel zu trinken, mag die Frage überraschen: Gibt es ein Zuviel des Guten? Ja, tatsächlich kann übermäßiges Trinken im Extremfall gefährlich werden. Der medizinische Begriff hierfür lautet Hyperhydration oder umgangssprachlich Wasservergiftung. Dabei gerät der Mineralstoffhaushalt im Körper aus dem Gleichgewicht, weil durch eine extreme Wasserzufuhr das Blut zu stark verdünnt wird. Insbesondere sinkt der Natriumspiegel im Blut (Hyponatriämie) gefährlich ab. Das stört die Funktion von Muskeln und Nerven. Wasser dringt verstärkt in die Körperzellen, die dadurch anschwellen. Im Gehirn kann diese Schwellung zu einem gefährlichen Hirnödem führen, da der Schädel kaum Dehnung zulässt. Die möglichen Folgen sind Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen, Atemnot bis hin zum Koma.
Beruhigend ist: Im normalen Alltag ist eine Wasservergiftung extrem unwahrscheinlich. Gesunde Nieren können pro Stunde fast bis zu einem Liter Wasser ausscheiden, sodass überschüssiges Trinken meist einfach mit häufigeren Toilettengängen einhergeht. Wenn du deine Trinkmenge vernünftig über den Tag verteilst, brauchst du keine Sorge vor Überwässerung zu haben. Problematisch wird es nur, wenn in sehr kurzer Zeit sehr große Mengen konsumiert werden - weit mehr als der Körper direkt ausgleichen kann. Als grober Richtwert nennen Fachleute mehr als 5 Liter pro Tag als potenziell kritisch, wobei das stark von den Umständen abhängt. Besonders riskant ist es, mehrere Liter binnen weniger Stunden zu trinken, ohne ausreichende Salzzufuhr.
Es gibt tatsächlich dokumentierte Fälle, in denen Menschen an einer Wasservergiftung gestorben sind. So verstarb etwa 2015 ein junger Ausdauersportler beim Frankfurter Ironman, weil er aus Angst vor Dehydrierung viel zu viel Wasser in kurzer Zeit trank. Auch in Marathonläufen trinken schätzungsweise bis zu ein Drittel der Teilnehmenden über ihren Bedarf - bei einigen Dutzend kann es zu gefährlichen Hyponatriämien kommen. Absurde Beispiele sind Trinkwettbewerbe: 2007 starb in Kalifornien eine Frau, nachdem sie in einem Radio-Gewinnspiel enorme Mengen Wasser auf Ex getrunken hatte.
Zum Glück sind solche Fälle sehr selten. Die meisten Menschen neigen eher dazu, zu wenig als zu viel zu trinken. Trotzdem ist es gut zu wissen: Auch Wasser sollte man in Maßen trinken. “Viel hilft viel” gilt nicht grenzenlos - die Dosis macht das Gift. Höre bei der Trinkmenge auf dein Durstgefühl und dein Bauchgefühl. Solange du regelmäßig trinkst, aber nicht stündlich riesige Mengen in dich hinein zwingst, bist du auf der sicheren Seite. Bei langen Sportevents oder Wettkämpfen empfiehlt es sich, nicht nur Wasser, sondern ab und zu ein Elektrolyt-Getränk (z. B. isotonische Getränke oder etwas salzige Brühe) zu sich zu nehmen. Das führt dem Körper neben Wasser auch Mineralstoffe zu und hält den Salzhaushalt stabil.
Kurz gesagt: Eine Wasservergiftung musst du im normalen Leben kaum fürchten, solange du nicht völlig übertreibst. Trinke nach Durst und Bedarf - selbst wenn du mal 3 Liter an einem heißen Tag trinkst, ist das für einen gesunden Organismus kein Problem, solange die Balance an Mineralstoffen stimmt. Richtwerte helfen bei der Orientierung, aber dein Körper weiß in der Regel selbst am besten, was er braucht.
(Pattern Interrupt - Schon gewusst?) Gesundheitsbewusste achten nicht nur aufs Trinken, sondern auf alle Aspekte ihres Wohlbefindens. Hier findest du einen umfassenden Ratgeber zur Männergesundheit, der dir weitere Tipps liefert, um fit und vital zu bleiben.
Nicht alle Getränke sind gleichermaßen geeignet, um deinen Flüssigkeitsbedarf gesund zu decken. Die erste Wahl ist und bleibt: Wasser! Ob Leitungswasser oder Mineralwasser, ist dabei Geschmackssache - beide löschen den Durst ohne Kalorien und belasten den Körper nicht. In Deutschland hat Leitungswasser in der Regel eine sehr hohe Qualität und kann unbedenklich getrunken werden (oft ist es sogar strenger kontrolliert als abgefülltes Wasser). Mineralwasser enthält je nach Quelle unterschiedliche Mineralstoffe wie Kalzium oder Magnesium, was ein netter Zusatz sein kann, aber bei ausgewogener Ernährung nicht zwingend nötig ist. Du kannst also ruhigen Gewissens zum günstigen und umweltfreundlichen Leitungswasser greifen, wenn es dir schmeckt.
Ebenfalls hervorragend geeignet sind (ungesüßte) Kräuter- und Früchtetees. Sie bringen etwas Abwechslung in Geschmack und Temperatur - warm im Winter, gekühlt im Sommer - und liefern nebenbei sekundäre Pflanzenstoffe, aber keinen Zucker. Auch Saftschorlen (etwa ein Teil Fruchtsaft mit drei Teilen Wasser) sind gute Durstlöscher, besonders für Sportler, da sie etwas Kohlenhydrate und Elektrolyte beitragen. Reiner Fruchtsaft hingegen enthält relativ viel Fruchtzucker und sollte daher nicht literweise als Durstlöscher dienen, sondern eher wie Obst - in Maßen - genossen werden.
Vorsicht bei gezuckerten Softdrinks und Limonaden: Sie stillen zwar den Durst, bringen aber jede Menge überflüssige Kalorien mit sich. Ein halber Liter Cola etwa enthält rund 200 kcal und ~50 g Zucker - das treibt nicht nur die Kalorienbilanz in die Höhe, sondern kann auf Dauer die Vorliebe für Süßes erhöhen. Zudem belasten solche Getränke den Körper an heißen Tagen zusätzlich: Um ein eiskaltes, zuckerhaltiges Getränk zu verarbeiten, muss der Körper Energie aufwenden, und das dickere Blut (durchs Schwitzen) fließt langsamer. Besser sind in der Hitze daher dünne Schorlen oder gleich Wasser. Light-Getränke ohne Zucker sind kalorienfrei, aber enthalten oft Süßstoffe und Aromastoffe. In Maßen sind sie eine Option, jedoch gewöhnt sich der Körper auch an deren Süße. Als regelmäßige Durstlöscher empfiehlt die Verbraucherzentrale selbst Zero-Getränke nicht.
Und was ist mit Kaffee und schwarzem Tee? Lange Zeit hielt sich der Mythos, sie würden dem Körper Wasser entziehen. Heute weiß man: Kaffee und Tee zählen zur Flüssigkeitsbilanz dazu - das im Getränk enthaltene Wasser gleicht die milde entwässernde Wirkung des Koffeins weitgehend aus. Du kannst also ruhig deine 2 - 4 Tassen Kaffee oder grünen/schwarzen Tee am Tag genießen, ohne schlechtes Gewissen bezüglich deiner Hydration. Die DGE rät lediglich, Genussmittel wie koffeinhaltigen Kaffee in Maßen (etwa 3 - 4 Tassen täglich) zu konsumieren. Wichtig: Viele fertige Kaffee- und Teegetränke (Eiskaffee aus dem Kühlregal, Bubble Tea etc.) enthalten jede Menge Zucker. Solche zählen dann natürlich eher zu den Süßgetränken und sollten nicht als reiner Durstlöscher dienen.
Alkoholische Getränke sind zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs ungeeignet. Alkohol wirkt stark harntreibend - man verliert also mehr Wasser über die Nieren, als das Getränk liefert. Ein kaltes Bier mag im ersten Moment erfrischend erscheinen, entzieht dem Körper aber am Ende Flüssigkeit. Deshalb gilt: Bei jedem Glas Bier oder Wein am besten ein Glas Wasser dazu trinken, um den Verlust auszugleichen. Insbesondere bei Hitze sollte Alkohol gemieden werden, da er den Kreislauf belastet.
Zusammengefasst: Wasser (egal ob aus der Leitung oder Flasche) sowie ungesüßte Tees sollten den Großteil deiner täglichen Trinkmenge ausmachen. Gelegentlich sind dünne Saftschorlen oder auch mal eine Brühe in Ordnung. Süße Limos, Energy-Drinks und Co. solltest du dir nur selten gönnen, wenn überhaupt. So versorgst du deinen Körper optimal, ohne ihn mit Zucker, Koffein oder Alkohol zu belasten.
Theorie und Empfehlungen sind das eine - aber im stressigen Alltag vergisst man das Trinken gern. Viele Menschen, die eigentlich gesundheitsbewusst sind, kommen trotzdem nicht immer auf die empfohlene Trinkmenge. Hier ein paar praktische Tipps, um mehr Wasser zu trinken und das Trinken zur Gewohnheit zu machen:
Zum Abschluss noch ein Tipp zur Selbstkontrolle: Achte täglich auf die Farbe deines Urins. Ein hellgelber, nahezu klarer Urin ist ein Zeichen dafür, dass du gut hydriert bist. Wird er dunkelgelb oder gar orange, ist das ein Zeichen, dass du mehr trinken solltest. Diese einfache Methode hilft dir, ein Gefühl für deinen Flüssigkeitshaushalt zu entwickeln.
Genug zu trinken ist eine der einfachsten und wirkungsvollsten Gesundheitsmaßnahmen im Alltag. Mit etwa 1,5 - 2 Litern Wasser täglich bist du gut versorgt - passe die Menge nach oben an, wenn es heiß ist oder du Sport treibst. Höre auf deinen Körper: Durst ist ein wichtiger Hinweis, aber idealerweise kommt es gar nicht erst zum starken Durstgefühl, weil du routinemäßig trinkst. Mach es dir zur Gewohnheit, stets ein Getränk in Reichweite zu haben, und setze bevorzugt auf Wasser und ungesüßte Getränke. So unterstützt du sämtliche Funktionen deines Körpers, vom klaren Denken bis zur Verdauung. Du wirst mit mehr Energie, besserer Konzentration und Wohlbefinden belohnt - und dein Körper dankt es dir mit langfristiger Gesundheit.
Viele Menschen merken erst abends, dass sie tagsüber kaum etwas getrunken haben – und versuchen dann, schnell noch 1 bis 2 Liter „nachzuholen“. Das ist zwar gut gemeint, bringt dem Körper aber weniger, als man denkt. Denn: Der Flüssigkeitshaushalt funktioniert am besten mit einer kontinuierlichen Versorgung. Große Mengen auf einmal belasten eher die Nieren, führen zu häufigem nächtlichen Harndrang und verbessern kurzfristig kaum das Wohlbefinden. Besser: Trinken über den Tag verteilen und kleine Routinen entwickeln, damit du es gar nicht erst „nachholen“ musst.
Das Durstgefühl ist nicht bei allen gleich ausgeprägt – und lässt mit dem Alter oder bei sitzender Tätigkeit oft nach. Auch wer viel Kaffee trinkt oder sich stark auf seine Arbeit konzentriert, ignoriert Durstsignale leicht. Zudem kann das Gehirn bei chronischem Flüssigkeitsmangel lernen, Warnzeichen zu unterdrücken. Umso wichtiger ist es, nicht auf das Durstgefühl zu warten, sondern bewusst und regelmäßig zu trinken, zum Beispiel alle 1 bis 2 Stunden ein Glas Wasser.
Ja, zumindest grundsätzlich. Kohlensäure verändert nicht die Qualität des Wassers. Manche Menschen vertragen stilles Wasser aber besser, weil Kohlensäure zu Blähungen oder Völlegefühl führen kann. Wer gern Sprudel trinkt, darf also gern dabei bleiben, solange es sich um ungesüßtes Mineral- oder Leitungswasser handelt. Achte bei empfindlichem Magen einfach auf dein Körpergefühl.
Wasser selbst hat keine magische Abnehmwirkung, aber es kann dich auf mehreren Ebenen unterstützen: Es enthält keine Kalorien, sorgt für ein angenehmes Sättigungsgefühl und hilft, Heißhunger besser zu kontrollieren. Studien zeigen, dass Menschen, die vor den Mahlzeiten ein Glas Wasser trinken, tendenziell weniger essen. Und: Wer häufig durstbedingt zu Snacks greift, kann mit mehr Trinken auch sein Essverhalten verbessern. Ein klarer Pluspunkt also nicht nur für den Kreislauf, sondern auch für die Figur.
Unbedingt! Über Nacht verliert dein Körper durch Atmung und Schwitzen rund 0,5 bis 1 Liter Wasser, ohne dass du es merkst. Morgens ein großes Glas Wasser zu trinken, bringt deinen Kreislauf in Schwung, versorgt deine Zellen und hilft dem Körper, Stoffwechselrückstände auszuscheiden. Viele berichten auch von besserer Konzentration und einem wachen Start in den Tag. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Gesundheits-Booster.